Semesterprogramm
Ort der Lehrveranstaltungen
DPG-Institut, Tesdorpfstr. 11, 20148 Hamburg, Tel. 040-444 981
DIENSTAGS
Luise Kahle-Bogun
Paar- und Familientherapie:
Konzepte — Indikation - Behandlungstechniken
18.30-20.00 Uhr
2 Doppelstunden am 1.11. und 15.11.2011
Angelika Berghaus
Übertragung - theoretisches Konzept und technischer Umgang
18.30-20.00 Uhr
1 Doppelstunde am 8.11.2011
Donnerstags, 20.15-21.45 Uhr
2 Doppelstunden am 20.10., 27.10.2011
Es soll an mitgebrachtem Fallmaterial gearbeitet werden. Das Seminar ist nur für Praktikanten. Keine Gasthörer
Literatur:
Freud, S.: Zur Dynamik der Übertragung, In: GW Band , S. 363-374
Gill, Merton M.: Die Übertragungsanalyse. Theorie und Technik, Fischer TB 1998, daraus:
- Was verstehen wir unter Deutung der Übertragung (S. 21-42)
- Die zentrale Rolle der Übertragungsanalyse (S. 58-74)
- Übertragungsdeutungen im Hier und Jetzt versus genetische Deutungen außerhalb der Übertragung (S. 149-156)
Gabriele Amelung, Torsten Maul
Psychoanalytische Wege zur Betrachtung von Kunstwerken
18.30-20.00 Uhr
3 Doppelstunden am 31.1., 7.2., 14.2.2011
Psychopathographie, Gegenübertragungshermeneutik, Formanalyse? Be-trachten wir ein Bild oder ein Bild eines Künstlers in einer bestimmten Zeit und welche Rolle spielt die Befindlichkeit des Betrachters?
Im Seminar wollen wir uns den Fragen nähern, um am Ende etwas besser eine analytische Haltung bei der Bildbetrachtung zu beschreiben.
Literatur wird im Seminarordner bekannt gegeben.
Kirsten Manz, Diana Pflichthofer, Gudrun Wolber, Joachim Grefe Erstinterviewseminar: Eingangsszene und Erstgespräch
20.15-21.45 Uhr
3 Doppelstunden am 18. und 25.10. sowie 01.11.2011
Ausgehend von Arbeiten zum Thema werden wir uns in diesem Seminar mit Fragen der Technik des Erstgesprächs und der Erfassung der Szene befassen.
Das Seminar vermittelt Grundlagen und ist für alle Teilnehmer in Aus- und Weiterbildung und Gasthörer sowohl für Psychotherapie wie für Psycho¬analyse geeignet.
Literatur s. Aushang im Institut und Literaturordner dort.
Kirsten Manz, Diana Pflichthofer, Gudrun Wolber, Joachim Grefe
Erstinterviewpraktikum
20.15-21.45 Uhr
7 Doppelstunden, fortlaufend vom 08.11.2011 bis 31.01.2012
In diesem Grundlagenseminar stellen Teilnehmer Erstinterviews und Anamnesen vor, die in der Gruppe und im Gruppenprozess bearbeitet wer-den. Es richtet sich an Teilnehmer der Aus- und Weiterbildung vor dem Vorkolloquium und in der Facharztweiterbildung. Keine Gasthörer.
Terminplan s. Aushang im Institut
Technisch-Kasuistisches Seminar 20.15-21.45 Uhr
Fortlaufend im Semester.
Das Seminar findet jeden Dienstag statt, die jeweiligen Lehranalytiker und vorstellenden Praktikanten sind aus dem Aushang im Institut er-sichtlich. Das Seminar ist nur für Praktikanten.
DONNERSTAGS
Joachim Grefe
Grundbegriffe der Psychoanalyse: Die Vier Psychologien
18.30-20.00 Uhr
4 Doppelstunden am 20.10., 27.10., 3.11., 10.11.2011
Im Laufe der Entwicklung des psychoanalytischen Ideengebäudes haben sich vier grundlegende Perspektiven auf den innerseelischen Prozess etab-liert. Auch wenn sie heute manchmal als antiquiert oder gar unvereinbar dargestellt werden, bauen sie doch aufeinander auf und sind aufeinander bezogen. Das Seminar will die Sichtweisen der Trieblehre, der psychoana-lytischen Ichpsychologie, der Objekt- und der Selbstpsychologie vermitteln. Damit werden zentrale Grundlagen der Psychoanalyse in komprimierter Form aufgezeigt und die im Seminar zur allgemeinen Neurosenlehre be-gonnene Arbeit wird fortgesetrt.
Die Veranstaltung wendet sich ausdrücklich an Anfänger, kann aber eben-so als sinnvolle Vertiefung bei fortgeschrittener Aus- oder Weiterbildung genutzt werden.
Empfohlene Literatur (nicht Voraussetzung für die Teilnahme):
PINE, Fred (1990): Drive, Ego, Object, and Self A Synthesis for Clinical Work. Basic Books
Kirsten Manz
FREUD, S.: Trauer und Melancholie
18.30-20.00 Uhr
3 Doppelstunden am 17.11., 24.11., 1.12.2011
Im Seminar soll die Arbeit von S. Freud: Trauer und Melancholie gemein¬sam gelesen werden. In diesem wichtigen Text entwickelt Freud Gedan¬ken und Hypothesen, die für die Weiterentwicklung späterer Konzepte der psychoanalytischen Theoriebildung grundlegend sind, nämlich für die Kon¬zepte der Identifizierung, des Über-Ichs und des Schuldgefühls.
Günstig wäre es, wenn die Teilnehmer den Text schon einmal gelesen hätten, sowie Kenntnisse seines Narzissmuskonzepts (26. Vorlesung) mit¬bringen.
Das Seminar ist ein Grundlagenseminar, Gasthörer sind willkommen.
Literatur:
FREUD, S. (1917): Trauer und Melancholie, Bd 3 Studienausgabe
FREUD, S. (1916-1917): Vorlesungen zur Einführung in die Psychoanalyse, Teil 3, Bd 1, Studienausgabe
Diana Pflichthofer, Etelka Horváth-Höhling
Selbstschädigendes Verhalten
18.30 bis 20.00 Uhr
1 Doppelstunde am 08.12.2011
3 Doppelstunden am Samstag, 14.01.2012 von 10.00 Uhr bis 14.00 Uhr
Die Formen selbstschädigenden Verhaltens sind vielfältig. Sie reichen von Selbstverletzungen des Körpers, über exzessives Piercing oder Tätowieren, bis zu Suchtverhalten und Essstörungen oder dem Erzwingen von häufigen Operationen.
Auch die Schädigung der eigenen sozialen Stellung, der eigenen Entwicklungsmöglichkeiten und des sonstigen psychischen Wohlbefindens können dazu gehören.
Selbstschädigendes Verhalten soll häufig dem psychischen Spannungsabbau dienen, in erster Linie aber gilt es einem Objekt. Tritt es innerhalb der psychoanalytischen Behandlung auf, dann gilt es auch der Psychoanalytikerin/dem Psychoanalytiker.
In unserem Seminar soll es darum gehen, sich mit den vielfältigen Formen des selbstschädigenden Verhaltens vertraut zu machen. Im Weiteren wollen wir anhand von Fallvignetten der Teilnehmerinnen und Teilnehmer versuchen, ein psychodynamisches Verständnis für die Bedeutung dieses Verhaltens innerhalb der Objektbeziehungen zu entwickeln.
Gasthörerinnen und Gasthörer sind willkommen!
Wir bitten um verbindliche Anmeldung per e-mail bis zum 30.11.2011 unter
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Almut Rudolf-Petersen, Wolfgang Neumann
Angst und Mentalisierung
18.30-20.00 Uhr
3 Doppelstunden am 12.1., 19.1., 2.2.2012
Angst haben will gelernt sein! Für einen Säugling ist Angst zunächst ein schnell bedrohlicher Spannungsanstieg mit physiologischen Veränderungen und motorischen Abfuhrversuchen. Nur mit Hilfe der Spiegelung der Mutter/der Bezugsperson — so das Ergebnis der Londoner Arbeitsgruppe um Fonagy — kann es dem kleinen Kind gelingen, den Affekt in einen versteh-baren Zusammenhang zu bringen, d.h. Angst zu erleben.
Wenn ein erwachsener Mensch Anzeichen von Angst mit der Intensität einer Todesdrohung erlebt, dann leidet er/sie an der Unfähigkeit, der Angst einen Namen zu geben und sie auf diese Weise einzuordnen und zu mildern. Angststörungen können vor diesem Hintergrund als Mentalisierungsstörungen aufgefasst werden.
Im Seminar wollen wir uns mit dem Konzept von Fonagy et al. beschäftigen und in Zusammenhang bringen mit Freuds Unterscheidung von traumatischer Angst und Signalangst — der Angst in und der Angst vor der Erinnerung.
Die u.g. Aufsätze von Lotte Köhler und Martin Dornes zeichnen die Stationen nach, die das Kleinkind auf seinem Weg zur Affektregulierung durchläuft bzw. geben einen Überblick über die Arbeiten und Ergebnisse der Londoner Forschungsgruppe.
Anmeldung für das Seminar bitte bis zum 20.12.2011 unter
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Das Seminar ist für Gasthörende geeignet.
Literatur:
Dornes, M. (2004): Über Mentalisierung, Affektregulierung und die Ent¬wicklung des Selbst. Forum Psychoanal 20: 175 - 199
Köhler, L. (2004): Frühe Störungen aus der Sicht zunehmender Mentalisie-rung. Forum Psychoanal 20: 158 - 174
Bernd Ahrbeck
"(Ideen-)Geschichte der Psychoanalyse"
18.30-20.00 Uhr
3 Doppelstunden am 26.1., 9.2., 16.2.2012
Die Veranstaltung gibt einen Überblick über die historische Entwicklung der Psychoanalyse von ihren Anfängen bis zur Gegenwart und beschäftigt sich mit ihren wesentlichen ideengeschichtlichen Etappen. Den Zusammenhängen zwischen dominierender Theoriebildung und ihren historischen und kulturspezifischen Einbettungen wird nachgegangen, Verbindungen zum jeweiligen „Zeitgeist" werden gesucht.
Um Anmeldung per e-mail wird gebeten:
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Literatur:
- Ermann, M. (2009): Psychoanalyse in den Jahren nach Freud. Entwicklungen 1940 - 1975. Kohlhammer: Stuttgart
- Ermann, M. (2010): Psychoanalyse heute. Entwicklungen seit 1975 und aktuelle Bilanz. Kohlhammer: Stuttgart
- Kunzke, D. (2011): Grundlegende Merkmale interpersonaler, intersubjektiver und relationaler Ansätze als Ausdruck aktueller
- Entwicklungstendenzen in der Psychoanalyse. In. Psyche H. 7, 65. Jg., 577
- Reichenmayr, J. (1994): Spurensuche in der Geschichte der Psychoanalyse. Fischer: Frankfurt a. M.
- Zaretsky, E. (2009): Freuds Jahrhundert. Die Geschichte der Psychoanalyse. Zsolnay: Wien
Angelika Berghaus
Übertragung- theoretisches Konzept und technischer Umgang
20.15-21.45 Uhr
2 Doppelstunden am 20.10., 27.10.2011
1 Doppelstunde am Dienstag, 8.11.2011 von 18.30-20.00 Uhr
Seminarinhalt siehe S. 11
Wulf Hübner
Zur Behandlung narzisstischer Störungen: Indikation und allgemeine Behandlungsprobleme
20.15 - 21.45 Uhr
4 Doppelstunden am 03.11, 10.11, 17.11, 24.11. 2011
In den Psychotherapierichtlinien ist zu lesen:
Die tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie ist ein psychoanalytisch begründetes Verfahren, mit dem die unbewusste Psychodynamik aktuell wirksamer neurotischer Konflikte unter Beachtung von Übertragung, Gegenübertragung und Widerstand behandelt werden soll. Eine Konzentration des therapeutischen Prozesses wird durch Begrenzung des Behandlungsziels, durch ein vorwiegend konfliktzentriertes Vorgehen und durch Einschränkungregressiver Prozesse angestrebt.
In der analytischen Psychotherapie wird der neurotische Konfliktstoff zu-sammen mit der neurotischen Symptomatik und der zugrunde liegenden neurotischen Struktur behandelt und dabei das therapeutische Geschehen mit Hilfe der Übertragungs-Gegenübertragungs- und Widerstandsanalyse unter Nutzung regressiver Prozesse in Gang gesetzt und gefördert. Zielkri-terien sind Bewusstmachung einer unbewussten neurotischen Psychodynamik und Integration »abgespaltener« Persönlichkeitsanteile zur Beseitigung oder Veränderung intrapsychischer und interpersonaler Konfliktfelder.
In diesem Seminar werden wir die Frage erörtern, für welche der frühgestörten Patienten welches Verfahren infrage kommt bzw. kommen sollte und wie mit dieser Frage in der Praxis tatsächlich umgegangen wird. Und wir werden die Vor- und Nachteile der beiden Verfahren für die Behandlung dieser Patienten erörtern (auch anhand von mitgebrachten Fallbeispielen). Außerdem werden wir allgemeine Fragen und Notwendigkeiten der Behandlung erörtern.
Das Seminar ist für Praktikanten und entsprechende Gasthörer.
Literatur
Ermann, M. (2005): Explizite und implizite psychoanalytische Behandlungs-praxis. Forum der Psychoanalyse Heft 1, 3 —13.
Mercedes Dohrn-van Rossum, Hans-Joachim Heist
Der Mann Moses und die monotheistische Religion
20.15-21.45 Uhr
2 Doppelstunden am 1.12., 8.12.2011
1 Doppelstunde am Samstag, 21.01.2012 von 11.00 — 12.30 Uhr
Die kulturtheoretische Arbeit Freuds aus dem Jahr 1939 erfuhr erst in jün-gerer Zeit ein verstärktes Interesse. Aus der Rezeptionsgeschichte möch¬ten wir 3 wesentliche Positionen vorstellen und diskutieren: Der Kontext der jüdischen Biographie Freuds (I. Grubrich-Simitis, Y. Yerushalmi); der Beitrag zur Theorie des kulturellen Gedächtnisses (J. Assmann); die unbe¬wusste Kommunikation in der transgenerationalen Weitergabe (F. W. Eick¬hoff).
Das Seminar ist für alle Ausbildungskandidaten und für Gäste geöffnet. Wir bitten um eine Anmeldung über E- Mail dohrn-van¬
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,
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Literatur
S. Freud : „Der Mann Moses und die monotheistische Religion" GW XVI W. Hegener : „ Die Freudsche Konzeption des kulturellen Gedächtnisses", in Psyche 2008 , März
Walter Marggraf
Projektive Identifikation III: Ausdifferenzierung der klinischen Erfahrungen und behandlungsstrategische Konsequenzen
20.15-21.45 Uhr
2 Doppelstunden am 15.12.2011 , 26.01.2012 Samstag 11.Februar 2012 von 10.00 bis 17.45
Es wird in diesem Semester zunächst um Zustände von pathologischen Identifizierungen gehen, die sowohl durch massive, pathologische projekti-ve Identifikationen als auch durch konkrete, pathologische Introjektionen zustande kommen. Diese für den Behandler immer wieder verwirrenden Prozesse werden durch die gemeinsame Lektüre der Fallbeispiele von I.Sodre‘ exemplarisch geklärt werden. An den Fällen wird ihre Begrifflich-keit konkret.
Nach den genauen Rekonstruktionen analytischer Prozesse, die durch pa-thologische projektive Identifikationen geprägt waren, in den vergangenen beiden Seminaren, wird es in diesem Semester auf einer etwas allgemeine-ren Ebene um ein mehrphasiges Modell der projektiven Identifizierung und des Durcharbeitens in der Gegenübertragung gehen. Hier hat Heinz Weiß ein überzeugendes Konzept vorgelegt. — David Bell hat eine Klassifikation unterschiedlicher projektiver Identifikationen erarbeitet. Die Beschäftigung mit ihr soll den Abschluss der klinischen und theoretischen Konzeptualisie-rung der projektiven Identifikation dieser Seminarfolge bilden.
Erika Krejci hat die besondere Behandlungsstrategie für die Arbeit mit ein-schlägig kranken Patienten im klassischen Setting als Vertiefung in die Oberfläche konzeptualisiert. Dabei hält sie an der Abstinenz als ein Merk-mal der analytischen Haltung und an der analytischen Arbeit am Rahmen als essentieller Aufgabe des Behandlers fest. Ihre Vorschläge von techni-schen Variationen innerhalb eines orthodoxen Verständnisses analytischer Arbeit werden wieder Ausblicke in die konkrete psychoanalytische Arbeit öffnen.
Literatur:
- Bell, David, Projective Identification, in: Bronstein, Catalania (Ed.), Kleinian Theory, A Contemporary Perspective, Whurr Publishers, Lon-don/ Philadelphia 2001, S.125- 147
- Krejci, Erika, Die Vertiefung in die Oberfläche, in: Mauss-Hanke (Hrsg.), Internationale Psychoanalyse 2010, Ausgewählte Beiträge aus dem International Journal of Psychoanalysis, Bd.5, Psychosozial-Verlag, Gießen 2010, S.67- 87
- Sodre‘, Ines, Wer ist wer? — Bemerkungen über pathologische Identifizie-rungen, in: Frank,C., Weiß, H. (Hrsg.), Projektive Identifizie-rung, Klett-Cotta, Stuttgart 2007, S.47-64
- Weiß, Heinz, Projektive Identifizierung und Durcharbeiten in der Gegen-übertragung — ein mehrphasiges Modell, in: Frank,C., Weiß,H. (Hrsg.), Projektive Identifizierung, Klett-Cotta, Stuttgart 2007, S.179-202
Das Seminar ist insbesondere für Weiterbildungsteilnehmer und Gasthörer geeignet, die klinische Erfahrungen mitbringen und Interesse haben, die psychoanalytische Arbeit mit schwer kranken Patienten im klassischen Setting kennen zu lernen. — Die Teilnahme an den beiden vorhergehenden Seminaren stellt keine Voraussetzung für die Mitarbeit in diesem Seminar dar.
Klaus Poppensieker
Behandlungsplanung bei Psychoanalysen — Zur Spannung zwi-schen analytischem Ideal und Realität der Behandlungspraxis
20.15 bis 21.45 Uhr
2 Doppelstunden am 12.1. und 19.1.2012
In diesem klinisch ausgerichteten Seminar möchte ich mit den Teilnehmern die Anfangssituation bei psychoanalytischen Behandlungen näher beleuchten und diskutieren.
Kann man, sollte man überhaupt eine Analyse planen? Unter den Bedingungen einer kassenfinanzierten Behandlung von psychischer Erkrankung, im Kontext der eigenen Ausbildung zur Psychoanalytikerin und zum Psychoanalytiker sowie unter den Vorgaben einer durch die IPA definierten Auffassung eines psychoanalytischen Prozesses stellen sich jeweils recht verschiedene äußere Einflussfaktoren her, die auf die Frage der Behandlungsplanung einwirken. Es besteht eine Spannung zwischen dem Ideal einer freien Vereinbarung des analytischen Paares ohne äußere Einflussnahme Dritter auf der einen Seite und der zum Teil ganz erheblichen Einflussnahme durch die äußere Realität der jeweiligen analytischen Kultur in der sich das analytische Paar findet. Hinzu kommen soziale und psychische Faktoren sowohl vom Analysanden als auch von der Analytikerin und vom Analytiker.
Am ersten Seminartag möchte ich in das Thema einführen, mit der Gruppe diskutieren und anhand von eigenem klinischen Fallmaterial einige Einflussfaktoren bei der „Planung" von Behandlung aufzeigen. Zum zweiten Termin können Fallvignetten der Teilnehmer gemeinsam im Bezug zur Behandlungsplanung besprochen werden.
Das Seminar eignet sich für alle Weiterbildungsteilnehmer und ist offen für interessierte Gasthörer.
Mercedes Dohrn-van Rossum, Hans-Joachim Heist
Zur Behandlungstechnik transgenerationaler Traumatisierungen
20.15-21.45 Uhr
3 Doppelstunden am 2.2., 9.2. und 16.2.2012
In einer Fortsetzung des Seminars aus dem Sommersemester 2011 „Die langen Schatten des 2. Weltkrieges" wollen wir uns in diesem Semester mit behandlungstechnischen Fragen zur transgenerationalen Weitergabe von Traumatisierungen beschäftigen.
Das Seminar ist für alle Ausbildungskandidaten und für Gäste geöffnet.
Wir bitten um eine Anmeldung über E- Mail:
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,
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Die Literatur befindet sich ab Mitte November im Seminarordner.
SAMSTAGS
Klaus Grabska
Schwarze Sonne — Depression und Melancholie
3 Doppelstunden am 03. 12. 2011 von 10.00 bis 14.30 Uhr Seminarstruktur:
10.00 — 12.00 Ein Gegen-Depressivum: die Psychoanalyse
(Literatur: Text 2)
12.00 - 12.15 Pause
12.15 - 14.15 Schwermut heute (Literatur: Text 3)
14.15 - 14.30 Abschlussbesprechung
Das Ziel des Seminars besteht darin, sich intensiv mit dem Sinn der de-pressiven Verzweiflung auseinanderzusetzen und anhand der Diskussion neuerer Arbeiten der französischen Analytikerin Julia Kristeva und der deutschen Analytikerin Christa Rohde-Dachser den Wert des Depressiven und das damit verbundene Leiden vertiefter verstehen zu können. Das Seminar lässt sich gut mit dem Seminar zu Freuds >Trauer und Melancho-lie< (1917) verbinden. Als Hintergrundlektüre kann Text 1 von Heinz Böker dienen, der einen guten einführenden Überblick zu den unterschiedlichen psychoanalytischen Verständnisweisen von Depression seit Freud bietet. Ich empfehle, diesen Text, den wir nicht besprechen werden, vor der Se-minarteilnahme zu lesen.
Literatur (Kopien im Semesterordner im Institut):
- Text 1: Böker, H. (2006) Melancholie, Depression und affektive Störungen. Zur Entwicklung der psychoanalytischen Depressionsmodelle und deren Rezeption in der klini-schen Psychiatrie. In: ders. (Hrsg.) Psychoanalyse und Psychiatrie. Ge-schichte, Krankheitsmodelle und Therapiepraxis. 2006. Heidelberg. Sprin-ger-Verlag. S. 115 - 157
- Text 2: Kristeva, Julia (2007) Ein Gegen-Depressivum: Psychoanalyse. In: Schwarze Sonne. Depression und Melancholie. Frankfurt a.M., Brandes & Apsel Verlag. S. 9 - 39
- Text 3: Rohde-Dachser, Ch. (2010) Schwermut als Objekt. Über Struktur und Inhalt der Borderline-Depression. In: Psyche. Schwerpunktheft Depression. 2010. Heft 09/10, S. 862 — 889
Das Seminar ist für Ausbildungsteilnehmer vor- und nach dem Vorkolloqium, für psychotherapeutisch tätige Gasthörer und an Psychoanalyse interessierte Studenten geeignet.
Verbindliche Anmeldung über E-Mail
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Fax 46091556 oder
Telefon 47 80 89 bis Samstag 05. 11. 2011
Diana Pflichthofer, Etelka Horväth-Höhling
Selbstschädigendes Verhalten
3 Doppelstunden am Samstag, 14.01.2012 von 10.00 Uhr bis 14.00 Uhr
1 Doppelstunde am Donnerstag, 08.12.2011 von 18.30 bis 20.00 Uhr
Seminarinhalt siehe S. 14-15
Mercedes Dohrn-van Rossum, Hans-Joachim Heist
Der Mann Moses und die monotheistische Religion
1 Doppelstunde am Samstag, 21.01.2012 von 11.00 bis 12.30 Uhr Donnerstags:
2 Doppelstunden am 1.12. und 8.12.2011 (20.15-21.45) Seminarinhalt siehe S. 18
Walter Marggraf
Projektive Identifikation III: Ausdifferenzierung der klinischen Erfahrungen und behandlungsstrategische Konsequenzen
Samstag, 11.Februar 2012 von 10.00 bis 17.45
Donnerstags:2 Doppelstunden am 15.12.2011, 26.01.2012 (20.15-21.45) Seminarinhalt siehe S. 19-20
Gabi Amelung, Jutta Baumann, Almut Rudolf-Petersen, Veronika Schmidt, Gudrun Wolber
Arbeitsgruppe „Alles Theater?! —Psychoanalyse trifft Bühne" Hat Hamlet einen Ödipuskomplex?
Samstag, 28. Januar 2012 von 10.00 bis 13.15
Wir Kolleginnen der AG ,Alles Theater?! - Psychoanalyse trifft Bühne' bieten einmal pro Semester eine Veranstaltung an, in deren Rahmen wir uns einem Theaterstück bzw. einer Inszenierung mit Hilfe der psychoanalytischen Werkzeuge - der spezifischen psychoanalytischen Wahrnehmungseinstellung dem Unbewussten gegenüber - nähern wollen; dabei orientieren wir uns an den Hamburger Bühnen und deren aktuellem Programm. Im Wintersemester 2011/12 werden wir uns an den vielbesprochenen Hamlet-Stoff wagen, der gleich in zwei Häusern auf die Bühne gebracht wird.
Die Veranstaltung besteht aus zwei Teilen: am Samstag, 28.Januar 2012, 10.00 - 13.15 Uhr, werden wir Hamlet-Interpretationen vorwiegend psychoanalytischer AutorInnen vorstellen und diskutieren und uns mit den Hypothesen und Ideen der Veranstaltungsteilnehmer/innen befassen. Möglichst bald danach (s.u.) findet ein gemeinsamer Theaterbesuch mit anschließender Nachbesprechung statt. Diese Veranstaltung wird eher Werkstatt- als Seminarcharakter haben, und wir freuen uns über die Teilnahme von allen Interessierten - von KollegInnen gleicher und anderer Fachrichtungen, Studierenden, Ausbildungsteilnehmer/innen und Gästen -, die Lust auf diesen kleinen Kulturausflug verspüren.
Anmeldung bitte bis zum 20.12.2012 per Mail an das DPG-Institut Hamburg
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- Der Termin für den Theaterbesuch, der voraussichtlich im Februar (abhängig vom Spielplan) stattfinden wird, und die Literatur wird dann zugemailt.
Weitere Semesterveranstaltungen
DPG Institut
Das DPG Institut für Psychoanalyse und Psychotherapie Hamburg führt die im WS 2010/11 begonnene Gruppen - Supervisionswerkstatt für Ärzte und Psychologen, die in Kliniken oder ambulanten Praxen psychotherapeutisch mit Gruppen arbeiten, auch im WS 2011/12 einmal im Monat mittwochs von 18 - 19. 30 Uhr
DPG Institut für Psychoanalyse und Psychotherapie, Tesdorpfstraße 11, 20148 Hamburg, Tel.: 040 - 444 981
E-Mail:
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fort, und zwar am 16. November, 14. Dezember 2011, 18. Januar, 15. Februar 2012.
Kolleginnen und Kollegen wird die Gelegenheit geboten, mit anderen zusammen unter Leitung des erfahrenen Psychoanalytikers und Gruppenanalytikers Prof. Wulf-Volker Lindner über ihre Gruppentherapien zu sprechen, das, was sich in den Sitzungen ereignet hat, besser zu verstehen und hilfreiche Interventionen zu erarbeiten.
Es gibt keine Voraussetzungen für die Teilnahme außer, dass man therapeutisch mit Gruppen arbeitet, aus ihnen berichten möchte und an den Sitzungen der Gruppen - Supervisionswerkstatt kontinuierlich teilnimmt. Anfänger sind willkommen.
Um planen zu können, erbitten wir um verbindliche Anmeldung per E-Mail bis zum 24. Oktober 2011 an die o. g. Email - Anschrift, auch von denjenigen, die schon in den vorangegangenen Semestern teilgenommen haben.
Kosten: 26 Euro pro Doppelstunde/Termin, d.h. für alle Termine 4 x 26 Euro = 104 Euro (Gasthörerbeitrag)
Dr. med. Klaus Poppensieker
1. Vorsitzender des DPG Instituts
DPG Institut
Das DPG Institut für Psychoanalyse und Psychotherapie Hamburg bietet im WS 2011/2012 die Supervision von tiefenpsychologisch fundierten Einzelpsychotherapien in der Gruppe an.
Termine: an jedem 2. Mittwoch im Monat von 19:30 - 21:00 Uhr am 12.10.2011; 9.11.2011; 11.1.2012; 8.2.2012
Ort: DPG-Institut für Psychoanalyse und Psychotherapie, Tesdorpfstr. 11, 20148 Hamburg
Die Gruppenleiterinnen Ilse Höcker (Ärztin), Marie-Luise Kamp-Kowerk (Ärztin, Dipl.-Psych.) sind Psychoanalytikerinnen des DPG-Institutes und erfahren in der Leitung von Supervisionsgruppen und Balintgruppen.
Die Veranstaltung richtet sich an Ärzte/Ärztinnen und Psychologen/Psychologinnen, die in der Klinik psychotherapeutisch arbeiten sowie an niedergelassene Kolleginnen und Kollegen. Sie kann sowohl als Baustein für die Facharztweiterbildung als auch als zertifizierte Fortbildung genutzt werden.
Die Teilnahmegebühr beträgt 30.- € pro Gruppensitzung
Es wird um vorherige Anmeldung gebeten unter der e-mail Adresse:
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Dr. med. Klaus Poppensieker
1. Vorsitzender des DPG Instituts
Vollversammlung
18.30-20.00 Uhr Dienstag, 13.12.2011
Semesterbesprechung
20.15-21.45 Uhr Dienstag, 13.12.2011
Dozentenkonferenz zur Planung des Sommersemesters 2012
20.15-21.45 Uhr Montag, 23.1.2012
Weitere Veranstaltungen:
siehe Homepage des DPG-Institutes www.dpg-institut-hamburg.de
Gemeinsame Lehrveranstaltungen der Hamburger Ausbildungsstätten nach dem Psychotherapeutengesetz
An jedem Institut der Gemeinsamen Kommission ist pro Semester je ein Seminar auch für Ausbildungsteilnehmer unseres Instituts offen. Die Anmeldung erfolgt über die jeweiligen Institute.
Adolf-Ernst-Meyer-Institut
Rothenbaumchaussee 71, 1. OG 20148 Hamburg
Tel. 040-415 39 906
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Dr. Michael Schödlbauer Psychiatrische Krankheitslehre
7 Doppelstunden am Fr. 20.1.2012, 16:00 - 21:00 Uhr und Sa. 21.1.2012, 9:30 - 17:00 Uhr
APH
Fortbildungsakademie der Ärztekammer Lerchenfeld 14
22081 Hamburg
Tel. 040-202 299 302
E-Mail:
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Michael-Balint-Institut
Falkenried 7
20251 Hamburg
Tel.: 040-42 92 42 12
E-Mail:
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DPG-Institut
Tesdorpfstr.11
20148 Hamburg
Tel. 040-44 49 81
E-Mail:
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Luise Kahle-Bogun
Paar- und Familientherapie: Konzepte-Indikation-Behandlungstechniken
Dienstags, 18.30-20.00 Uhr
2 Doppelstunden am 1.11., 15.11.2011
IFP der Universität Hamburg Institut für Psychotherapie
Universität Hamburg Von-Melle-Park 5
20146 Hamburg
Tel. 040-42838 5366
E-Mail:
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Dr. Thomas Bonnekamp
Verhaltenstherapie
Freitag, 21.10. 2011 von 17 bis 21.30 Samstag, 22.10. 2011 von 9.00 bis 18.00 Uhr
Ort: IFP, 4. Stock, Raum 4098
Anmeldungen: Sekretariat des IFP, Frau Adomeit,
Tel: 040-42838 5366,
E-Mail:
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