Institutsambulanz

1. Die psychotherapeutische Ambulanz

An die psychotherapeutische Ambulanz des DPG-Instituts können sich Erwachsene ab dem 18. Lebensjahr wenden, wenn sie aufgrund einer akuten Krisensituation oder einer schon länger bestehenden seelischen Problematik Hilfe suchen. Die Mitarbeiter der Ambulanz (PsychologInnen und ÄrztInnen in der psychotherapeutischen Ausbildung sowie Psychoanalytiker des DPG-Instituts) arbeiten in ihrer theoretischen Ausrichtung und in ihrer Behandlungsmethode nach den Grundlagen der Psychoanalyse. Sie bieten Erstgespräche an, die eine differenzierte diagnostische Klärung der seelischen Beschwerden sowie eine Beratung über die jeweils geeignete psychotherapeutische Behandlung beinhalten. Auf Wunsch wird bei der Suche nach einem Therapeuten und einem Therapieplatz geholfen.

Das psychotherapeutische Behandlungsangebot der Ambulanz umfasst alle psychoanalytischen Verfahren. Diese können nachweislich u.a. bei folgenden Erkrankungen erfolgreich eingesetzt werden:

  • Ängste
  • Depressionen
  • Persönlichkeitsstörungen
  • Zwänge ( z.B. Zwangsgedanken, Wasch- und Ordnungszwänge )
  • Essstörungen
  • Schlafstörungen
  • Sexualstörungen
  • Körperliche Beschwerden mit seelischen Ursachen ( z. B. herzbezogene Ängste, Bluthochdruck, Hautkrankheiten u.a. )
  • Störungen durch Schmerzen
  • Beziehungsstörungen -
  •  Arbeitsstörungen
  • Erschöpfungssyndrome

Die Kosten für die Erstgespräche und empfohlenen Behandlungen werden von den Krankenkassen übernommen. Anmeldungen für Erstgespräche werden vom Sekretariat der Ambulanz unter der Telefonnummer 040 - 444 981 aufgenommen oder über die E-mail – Addresse: This e-mail address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it.                                                                               

 

2 . Die Psychoanalyse als Krankenbehandlung

Psychische Symptome können dann entstehen, wenn Konflikte und schmerzhafte Erfahrungen nicht ausreichend gut bewältigt werden können, sodass ein großer Leidensdruck entsteht. Häufig bleibt die innere Dynamik, die den Leidensdruck aufrecht erhält, dem bewussten Wissen des Menschen verborgen. Sie ist im Unbewussten verschlossen, zeigt jedoch gleichwohl eine das seelische Gleichgewicht störende, den Menschen einschränkende Wir-kung. Der Erfolg der psychoanalytisch begründeten Psychotherapie beruht darauf, dass in einem intensiven Behandlungsprozess diese unbewussten inneren Dynamiken, Konflikte und Beziehungsstrukturen erkannt, nachträglich verstanden und so besser verarbeitet werden können. Dabei ist der Patient aktiv an seiner Heilung beteiligt, er gewinnt mit Hilfe des Psychoanalytikers ein neues Wissen über sich selbst, welches er zu seiner persönlichen Änderung nutzen kann. Dieser Prozess hat nicht nur die Befreiung von Krankheitssymptomen zur Folge, sondern führt in der Regel zu einer umfassenden Besserung und Gesundung, die sich in einer nachhaltigen Stabilisierung des Selbstwertgefühls, der Selbstwahrnehmung und der subjektiven Lebendigkeit zeigt.

 

3. Die psychoanalytischen Behandlungsverfahren im Gesundheitswesen

Aus der Psychoanalyse haben sich zwei Behandlungsverfahren abgeleitet, die von den Krankenkassen anerkannt und finanziert  werden: die analytische Psychotherapie und die tiefenpsychologisch-fundierte Psychotherapie. Beide Therapieformen kommen bei seelisch begründeten Erkrankungen bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen zum Einsatz. Sie unterscheiden sich vor allem in der Intensität der Behandlung und in der Behandlungstechnik,  die je nach Bedarf eine unterschiedliche Dauer der Gesamtbehandlung und der Häufigkeit der Sitzungen erforderlich macht. Nach der Indikationsstellung in den Erstgesprächen können analytisch ausgebildete PsychologInnen und ÄrztInnen folgende bei der Krankenkasse beantragte und genehmigte Behandlungen durchführen:

  • Analytische Psychotherapie als Einzelbehandlung Mindestens 160, maximal 300 Behandlungsstunden, 2 – 4 Sitzungen / Woche Dauer 2 – 3 Jahre
  • Analytische Psychotherapie als Gruppenbehandlung Mindestens 80, maximal 150 Doppelstunden, 2 Sitzungen / Woche Dauer 1 – 2 Jahre
  • Tiefenpsychologisch-fundierte Psychotherapie als Einzelbehandlung Mindestens 50, maximal 100 Behandlungsstunden, 1 Sitzung / Woche Dauer 1 – 2 Jahre
  • Tiefenpsychologisch-fundierte Psychotherapie als Gruppenbehandlung Mindestens 40, maximal 80 Doppelstunden, 1 Sitzung / Woche Dauer 1 – 2  Jahre
  • Kurzzeittherapie als Einzelbehandlung Bis zu 25 Stunden, 1 – 2 Sitzungen / Woche Dauer bis zu ½ Jahr

Die Ambulanz des DPG-Instituts übernimmt nicht die Behandlung von Kindern und Jugendlichen. Für deren Therapie gibt es speziell ausgebildete, von den Krankenkassen anerkannte analytische Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten. Andere Anwendungen, wie z.B. analytisch orientierte Paar- oder Familientherapie, werden von niedergelassenen Analytikern in ihren Praxen angeboten. Diese Behandlungen gehören jedoch nicht zum Leistungskatalog der Krankenkassen und müssen daher privat finanziert werden.

 

4 . Wie finden Sie Ihren Therapeuten ?

Die Ambulanz des DPG-Institutes hilft Ihnen bei der Klärung Ihres Behandlungswunsches und bei der Suche nach einem geeigneten Therapeuten. Wenn Sie sich bereits sicher sind, dass sie ein analytisches Therapieverfahren bevorzugen, können Sie sich auch mit Hilfe unseres Mitgliederverzeichnisses einen Therapeuten suchen. In der Ambulanz können Sie sich telefonisch über freie Therapieplätze informieren. Folgende Stellen könnten Ihnen zudem behilflich sein:

  • Ihr Hausarzt oder Facharzt
  • Ihre Krankenkasse
  • Die Kassenärztliche Vereinigung Ihrer Region
  • Die Psychotherapeutenkammer Ihrer Region